
Die Rebberggenossenschaft Reichenbach wartet mit einem neuen Rotwein auf: « Raté le but », einer Assemblage aus Divico, VB und Zweigelt. Er ist weicher und geschmeidiger als der « Grattecul », unser bisheriger Roter. Möglich wurde die Neukreation durch die grössere Sortenvielfalt, die dem Kellerteam seit der Ernte 2025 zur Verfügung steht.
Dank der neuen Sortenvielfalt hatte das Kellerteam auch beim Ausbau der RGR-«Klassiker» mehr Spielraum: Es konnte PIWI-Sorten mit «alten» Sorten vermählen. Auch wenn die Namen der «Klassiker» gleich geblieben sind: Der Jahrgang 2025 umfasst durchwegs rundere Weine, die mit ihrern Vorgängern nicht mehr zu vergleichen sind:
« Pissenlit» Bern AOC (Weisswein) à 0.50 l – CHF 15.00
Assemblage aus den Sorten Johanniter, Müller-Thurgau (Riesling x Madeleine royale) und Solaris
« Marosette » Bern AOC (Rosé) à 0.50 l – CHF 15.00
Rosé aus Cabernet Jura und Pinot Noir
« Grattecul » Bern AOC (Rotwein) à 0.75 l – CHF 20.00
Cabarnet Jura
« Raté le but » Bern AOC (Rotwein) à 0.75 l – CHF 25.00
Assemblage aus Divico, VB91-26-27 und Zweigelt
Ein Teil unserer Weinproduktion ist den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern vorbehalten. Die restlichen Flaschen verkaufen wir gerne an Neugierige aus der näheren und weiteren Umgebung und Freundinnen und Freunde eines eigenständigen, authentischen Geschmacks. Es het, solangs het.
Abholtermine im Weinkeller «Cave des Pompiers», Ritterstrasse 1, Bremgarten b. Bern:
Mittwoch, 12. August 2026, 17.30-19.30 Uhr
Montag, 17. August 2026, 17.30-19.30 Uhr
Samstag, 22. August 2026, 11.00-13.00 Uhr
Dienstag, 25. August 2026, 17.30-19.30 Uhr
Donnerstag, 27. August 2026, 17.30-19.30 Uhr
Samstag, 29. August 2026, 11.00-13.00 Uhr
Der Wein wird bei der Abholung bar oder per Twint bezahlt.
Wer keinen dieser Bezugstermine wahrnehmen kann, ist gebeten, mit unserem Kassier Hans Ulrich Blaser einen individuellen Abholtermin zu vereinbaren: hansulrich.blaser@bluewin.ch oder 076 365 79 55
Gerne nehmen wir unsere 0.5-Liter- und die 0.75-Liter-Flaschen zurück.
Wir bitten darum, die Flaschen ausgespült und ohne Etiketten direkt vor dem Weinkeller «Cave des Pompiers», Ritterstrasse 1, Bremgarten, zu deponieren.
Danke!

Die Erweiterung der Bewässerungsanlage macht das zeitaufwändige Wässern mit dem Schlauch, der mühselig durch den halben Rebberg gezogen werden muss, überflüssig. Und noch besser: Das Tropfen aus den neuinstallierten Wasserschläuchen hat einen willkommenen Nebeneffekt.
Es handelte sich um eine orchestrierte Aktion: Bereits im Spätherbst 2025 informierten Christine Dällenbach, Beat Scherrer und Felix Fischer über die geplante Erweiterung der Bewässerungsanlage und riefen zur Mitarbeit auf.
Der Aufruf hatte Erfolg: Über ein Dutzend Helfer und zwei Helferinnen meldeten sich – dies obwohl angekündigt worden war, dass sich die Arbeiten über einen längeren Zeitraum hinziehen würden und obwohl die Helferinnen und Helfer gebeten waren, sich für mehrer Einsätze zu «verpflichten».

Gestartet wurde am 7. März 2026. Für die Ausführung am Berg waren Michu Hofstetter und Damiano Monni zuständig. Zwei erfahren Berufsleute, die ihr Fachwissen optimal in dieses Projekt einbringen konnten.
In mehreren Etappen wurde die Bewässerungsanlage, die sich vorher nur über ca. einen Drittel der Fläche erstreckt hatte, auf den gesamten Rebberg ausgedehnt: Zunächst mussten die neuen Zuleitungen in den Boden verlegt werden und die Drähte für die Aufhängung der zusätzlichen Tropfschläuche eingezogen werden.
Knapp zwei Monate später wurde in einem Zwischenbericht festgehalten, dass der Bautrupp gut vorankommt: «Am letzten Samstag konnten in einem Kraftakt die letzte Steigleitung im unteren Teil verlegt und die Anschlüsse zu den neu zu bewässernden Reihen hergerichtet sowie die offenen Gräben wieder eingedeckt werden.» Die Pflanzenschutzgruppe konnte an der oberen Zapfstelle wieder Wasser für die Mischung der Brühe beziehen.
Anschliessend wurden die Tropfschläuche am dafür vorgesehenen Aufhängedraht der betroffenen Rebreihen angebracht. Damit das Wässerwasser auch bis in die höchsten Reihen gelangen kann, wurde der Rebberg in vier Sektoren aufgeteilt: A, B, C und D. Jeder dieser Sektoren lässt sich separat oder kombiniert ansteuern. Beim Brunnen unten in der Nähe des Rebhäuschen wurde dafür ein zentraler Verteiler installiert.

Beendet wurden die Arbeiten am 6. Juni 2026 – nach insgesamt elf Einsätzen, bei denen jeweils drei bis sechs Personen zupackten und dabei
Wer eine Woche davor, am 30. Mai 2026, im Rebberg am Auslauben und Einschlaufen war, durfte einer unangekündigten Premiere beiwohnen: Plötzlich begann es aus den neuinstallierten Wasserschläuchen zu tropfen! Eine kurzzeitige Inbetriebnahme eines Teils der neu angeschlossenen Rebreihen zeigte, dass die Anlage wie erhofft funktioniert.
Willkommener Nebeneffekt für die zufällig Anwesenden: In der aufkommenden Hitze des Vormittags sorgte das stete Tropfen für eine angenehme Erfrischung!
Ein Tropfsystem umgeht die oberirdischen Teile der Reben und führt das Wasser als einzelne Tropfen unmittelbar dem Erdreich mit den Wurzeln zu. Der Tropfschlauch wird dafür unterhalb der empfindlichen Triebe an einem speziell dafür vorgesehenen Draht befestigt.
Da Blätter und Trauben trocken bleiben, werden nachteilige Auswirkungen wie etwa Fäulnis und anderen Krankheiten vermieden. Die Tröpfchenbewässerung verhindert zudem, dass ein Teil des Wassers ungenutzt abfliesst und Erde wegschwemmt.
Mit der Microbewässerung über einen Tropfschlauch lassen sich die Reben zudem gleichmässig und genau nach Bedarf mit der nötigen Feuchtigkeit versorgen. Sowohl Stress durch Überbewässerung, als auch Schwächungen durch zu lange Trockenphasen können so gezielt vermieden werden.
Quelle: Tröpfchenbewässerung im Weinbau

Die Rebbaugenossenschaft Reichenbach hat sich viel vorgenommen: Die an der GV im März 2026 verabschiedete «Strategie 2030» umfasst mehrere Stossrichtungen und Ziele. Wer teilgenommen hat, kann sich sicherlich erinnern, dass in der Diskussion Zweifel geäussert wurden, ob eine Umsetzung innert der angegebnen Zeit überhaupt möglich und stemmbar sei.
Präsident Werner Rieke wies damals darauf hin, dass die Projektgruppe «RGR 2030» neben der Strategie auch einen Umsetzungsvorschlag mit Zeitplan erarbeitet hat. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es der Verwaltung mit Hilfe dieses Vorschlags und mit der Unterstützung weiterer Genossenschafterinnen und Genossenschafter gelingen wird, die Neuausrichtung bis spätestens 2030 zu realisieren.
In einem ersten Schritt hat die Verwaltung an der Sitzung vom letzten April die Umsetzung aufgegleist. Dabei hat sie eine Priorisierung vorgenommen:
Anfang Juni hat die Verwaltung eine erste Zwischenbilanz vorgenommen. Tobias Gujer hat dabei Einblick in die bisherigen Überlegungen zum Geschäftsmodell gegeben. Klar wurde, dass es sich um eine knifflige Aufgabe handelt.
Neben den Erträgen durch Anteilscheine und Weinverkäufe braucht es weitere Einnahmenquellen,
insbesondere mit Blick auf die stark gestiegenen
verrechenbaren Arbeitsstunden im Berg und Keller.
Gemäss «Strategie 2030» besteht das Ziel darin, die finanzielle Stabilität und Liquidität der Genossenschaft sicherzustellen, und zwar, in dem ein nachhaltiges Finanzkonzept erstellt wird, das mehrere Säulen umfasst. Mit anderen Worten: Neben den Erträgen durch Anteilscheine und Weinverkäufe braucht es weitere Einnahmenquellen, insbesondere mit Blick auf die stark gestiegenen verrechenbaren Arbeitsstunden im Berg und Keller.
Wie Tobias Gujer ausführte, ist vieles denkbar; die Frage ist aber, was zur RGR passt und bei allen Mitgliedern Akzeptanz findet. Er hat deshalb vorgeschlagen, erst mal zu klären, wie es um den Posten «Weinverkauf» steht, und dazu eine Umfrage angeregt: Wie schmeckt den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern der eigene Wein? Wie sehen die persönlichen Präferenzen aus? Wie hat sich das Trinkverhalten verändert? Etc.
Die Umfrage soll zeigen, wie viel und welcher Wein künftig für den Verkauf an Dritte zur Verfügung steht und wie viel für den Eigenkonsum reserviert sein muss. An den Daten ist auch der Keller sehr interessiert.
Die Verwaltung hat grünes Licht gegeben.